Erntedankfeier 2016

Am 11. Oktober fand im Hotel Stadt Hamburg unsere Erntedankfeier statt.

Nachdem uns die 1. Vorsitzende Heike Kühl herbstlich begrüßte, hörten wir von Frau Elke Jensen eine kleine, von ihr selbst aufgeschriebene Geschichte ihrer eigenen Erlebnisse der letzten Landfrauenreise zum Almabtrieb ins Zillertal. Sie nannte die Geschichte „Die Erlebnisse der Auguste Luise auf einer Reise" und amüsierte uns alle sehr.

Nach dem Essen hörten wir den Vortrag: Gesund mit heimischem Obst und Gemüse von Frau Renate Frank. Frau Frank ist schon ein paarmal mit ihren interessanten Themen über Ernährung und Gesundheit bei uns zu Gast gewesen und hatzusammen  mit dem Landfrauenverein Altes Land zwei Bücher veröffentlicht.

Zum aktuellen Thema erzählte sie uns zum Beispiel einiges über die Ergebnisse aktueller Studien, demzufolge ist die Wirkung des regelmäßigen Verzehrs von Obst und Gemüse vergleichbar mit der Einnahme von Medikamenten in der Aufnahme für unseren Körper.  Bei der Wirkungsweise von gesunder Ernährung denken wir in erster Linie an die Vitamine. Sie sind auch wichtig, was wir jedoch auch sehr dringend brauchen, sind die Pflanzenfarbstoffe. Diese docken sich, so erklärte uns Frau Frank anhand einer gut verständlichen Powerpoint Präsentation, an Zellen an, die durch sogenannte freie Radikale geschädigt sind, verdrängen diese und reparieren die Zelle. Freie Radikale entstehen im Körper z.B.durch körperliche Belastung, Krankheiten, Stress, Rauchen, Umweltgifte, starke Medikamente u.s.w. Die meisten Krankheiten entstehen durch freie Radikale. Pflanzenfarbstoffe können uns, über die Ernährung zugeführt, zu bis zu 70 % schützen.

Wertvolle Tipps z. B. für die Zubereitung und das Kochen rundeten den Vortrag ab und machten ihn für uns besonders interessant und verständlich. So schützt uns zum Beispiel der orangefarbene Farbstoff Falcarinol, enthalten in Paprika, Möhren und Tomaten besonders vor Darmkrebs, wer Magen-Darm Probleme hat, sollte 30 min. vor einer Hauptmahlzeit ein Glas Möhren- oder Tomatensaft trinken. Täglich 300 ml Tomaten- oder Karottensaft trinken, verbessert schon innerhalb von zwei Wochen die Immunabwehr deutlich. Tomaten sind super für Herz und Kreislauf, wobei man die gekochten und erhitzten Tomaten den rohen vorziehen sollte, da die roten Farbstoffe erst beim Kochen richtig freigesetzt werden. Deshalb auch gerne Dosentomaten in allen Variationen, getrocknete Tomaten und Tomatenmark beim Kochen verwenden. Hier noch einige Info`s welches Gemüse zu welchen Organen passt:

Schutz der Blase u Harnwege – Broccoli

Schutz vor Lungenkrebs u. Magengeschwüren, Entzündungen – Broccoli, Blumenkohl, Weißkohl

Schutz des Gehirns vor Alzheimer, Parkinson u. Demenz – Sellerie

Schutz der Nerven – Äpfel, 3 mal pro Woche ein Glas naturtrüben Apfelsaft trinken

Augenschutz – grüne Gemüse wie dunkles Blattgemüse, Spinat, Broccoli, Grünkohl, Erbsen

Schutz vor Blutgerinnseln – Zwiebeln

Generell schützt Obst die Blutgefäße. Gelbe Farbstoffe lassen unseren Körper Vitamine besser aufnehmen.

Zum Schluß des Vortrages wurden noch viele Fragen beantwortet  und Heike Gravert verabschiedete alle Gäste mit einem herbstlichen Gedicht.

Eine Biene für die Landesgartenschau 2016

Anlässlich der diesjährigen Landesgartenschau in Eutin beteiligt sich auch der Gettorfer Landfrauenverein an der Erstellung einer Biene, die ab dem 28. April auf einer ca. 2000 Quadratmeter großen Wiese mit etwa 150 weiteren Bienenskulpturen von Landfrauenvereinen aus ganz Schleswig-Holstein zu sehen sein wird. Später werden diese Bienen versteigert, zur Unterstützung besonderer Frauenprojekte in Schleswig-Holstein.

Im Namens des Gettorfer Landfrauenvereins geht ein besonderer Dank an Herrn Rolf Reins aus Blickstedt, der dieses Kunstwerk in seiner Schmiede geschaffen hat.

Badelust und Badeleben

Am 13. April hörten wir von Frau Jutta Kürtz einen interessanten Vortrag über die Entstehung der Badekultur und ihre Weiterentwicklung von den Anfängen des 18. Jahrhunderts bis ins heutige Zeitalter. Frau Kürtz ist Journalistin und Sachbuchautorin aus Kiel und hat zu diesem Thema auch ein Buch geschrieben.

Es wurde uns über die Entstehung einiger Seebäder berichtet und für alle besonders interessant waren die Ausführungen über Strandleben und Strandkultur. Während man in früherer Zeit nur alleine hinter den Brettern von am Strand aufgestellten Badewagen in voller Bekleidung ins kühle Nass stieg sind heute die Strände gefüllt mit Menschen aller Nationalitäten, die im Freien und teilweise unbekleidet (FKK) ihrer Strand und Badelust folgen.

Der Ursprung aller Badefreuden ist England. Ärzte verordneten dort anfänglich das Baden nur bei Hofe zur Erhaltung der Gesundheit und nur für Adelige und hochgestellte Persönlichkeiten. Daraus wurde im Laufe der Jahrzehnte ein richtiger Wirtschaftszweig.

Besonders amüsant und witzig stellte uns Frau Kürtz die sich im Laufe der Jahre bis in unsere Zeit weiterentwickelnde Bademode vor. Dabei war auf den gezeigten Bildern deutlich die Entwicklung von sehr viel Kleidung ( man ging teilweise mit Hosen und Röcken ins Wasser um alles oder möglichst viel zu verdecken) bis in unsere heutige Zeit zu sehr wenig bis keine Kleidung sichtbar. 

Vortrag Naturheilverfahren und "Traditionelle Chinesische Medizin"

Am Dienstag, 16.02.2016 trafen sich die Landfrauen im Hotel Stadt Hamburg in Gettorf zu einem Vortrag von Dr. med. Hans-Ulrich Hecker zum Thema: Möglichkeiten und Grenzen naturheilkundlicher Behandlungen. Dr. Hecker praktiziert in Kiel in einer Praxis für Allgemeinmedizin mit mehreren Kollegen und ist an einigen Tagen in der Woche noch in seiner Praxis für „Traditionelle Chinesische Medizin“ am Lorentzendamm in Kiel tätig. Darüber hinaus unterrichtet er als Lehrbeauftragter für Akupunktur und Naturheilverfahren an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Ein sehr interessantes Thema, besonders für Menschen mit chronischen Erkrankungen, die schon sehr viele Therapien mit geringem Erfolg über sich ergehen lassen mussten. Besonders in Kombination mit herkömmlichen Behandlungsmethoden, der sogenannten Schulmedizin, ist die chinesische Medizin sehr erfolgreich.

Auch hat uns Dr. Hecker die Sichtweite dieser Behandlung anhand vieler Beispiele sehr gut deutlich gemacht. So ordnet man zum Beispiel die Angst der Niere, Hautkrankheiten und Immunschwäche dem Darm und Ärger der Galle zu. Man stärkt dann diese Organe, um die damit verbundenen Befindlichkeits-störungen zu lindern oder im günstigsten Fall ganz zu beheben.

Sehr interessant war auch die Gegenüberstellung von „Yin und Yang“, die uns allen aus „Qi Gong“ und „Yoga“ zwar bekannt, aber nicht richtig bewusst sind.

 

Am Ende des Vortrags konnten noch viele Fragen beantwortet werden.